Donnerstag, 20. Oktober 2022

Die Gummiband-Theorie

Wenn jemand besonders viele Bitcoins besitzt, dann spricht man von einem Wal. Die Gummiband-Theorie besagt, dass mehrere Wale gleichzeitig auf die Idee kommen, einen gewissen Prozentsatz ihrer Bitcoins zu verkaufen. Das müssen jetzt gar keine Preisabsprachen sein, sondern es ergibt sich beinahe zwangsläufig dann, wenn der Bitcoin einen gewissen Preis erreicht hat. 

Wenn diese Wale z.B. ihre Bitcoins, zum Durchschnittspreis von 15.000 US-Dollar erworben haben, dann geben sie beispielsweise eine Verkaufsorder, beim Erreichen von 20.000 US-Dollar ein. Ist dieser Kurs erreicht und die Bitcoins wurden verkauft, dann kommt sofort die nächste Kauforder bei z.B. 16.000 US-Dollar. Sinkt der Kurs auf diese Marke, kommt z.B. eine Verkaufsorder bei 22.000 US-Dollar. Die Wale können also auf diese einfache Art und Weise, zahlreiche Bitcoins erwerben und brauchen dafür kein zusätzliches Kapital einzubringen.

Haben die kleinsten aller Anleger, welche „Plankton“ genannt werden, überhaupt eine Chance im Konzert der Großen mitzuspielen?

Ja, sie haben dieselben Chancen. Der Unterschied ist lediglich, dass man mit einer derartigen Kauf- bzw. Verkaufsorder, nicht dutzende oder hunderte Bitcoins bewegt, sondern vielleicht nur zehntausende Satoshis. Am Ende geht es ebenso darum, die Anzahl seiner – in diesem Fall Satoshis – zu vermehren, ohne dafür zusätzliches Kapital einzuschießen.

Wer seine Bitcoins/Satoshis jedoch kontinuierlich vermehren will und nicht auf ein steigen oder fallen des Kurses warten möchte, der sollte in regelmäßigen Abständen seine Coins erwerben. Ob das jetzt wöchentlich oder monatlich passiert ist egal. In diesem Zusammenhang wäre es lediglich wichtig, immer dieselbe Summe zu investieren. Vergesst es, den idealen oder perfekten Zeitpunkt eines Kaufs bzw. Verkaufs anzustreben. Das kann niemand und deshalb solltet ihr auch  niemandem glauben, egal wer das behauptet.

Eine gute Strategie wäre es sich schon vorher zu überlegen, wie hoch der Prozentsatz  der Bitcoins/Satoshis man auf lange Sicht unverändert lassen will und wie hoch der Prozentsatz ist, welchen man für den An- und Verkauf einsetzen will. 

Wenn man sich nun z. B. überlegt 80 % seiner Coins nicht anzurühren, dann wäre es bestimmt keine schlechte Idee, wenn man die restlichen 20 % nicht alle auf einmal in Bewegung bringt, sondern scheibchenweise kauft bzw. verkauft. So wird man zwar ebenso nicht den perfekten Zeitpunkt für seine Handlung finden, aber man ist näher dran.

Wenn ich beispielsweise bei einem Kurs von 30.000 US-Dollar, sämtliche meiner Bitcoins, welche ich zum Verkauf verwenden will, auf einmal verkaufe, dann würde ich mich wohl mehr ärgern, wenn ich danach sehe, dass der Kurs noch auf 45.000 US-Dollar steigt. 

Wenn ich allerdings anteilsmäßig bei 30.000, 33.000, 36.000 und 40.000 verkaufe, dann bin ich doch klar deutlicher am idealen Zeitpunkt dran. Beim Einkauf der Coins gilt selbstverständlich dasselbe in umgekehrter Richtung. 

Ein kontinuierliches Wachstum Deiner Coins, bringt Dich jedenfalls sicherer und letztendlich auch schneller an Dein angestrebtes Ziel, als irgendeine Hopp oder Drop Aktion.

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